Montag, 23 November 2020

Entwicklungsaufgaben

 

KURZFRISTIG Aus der besonderen Spezifik als virtuelles Zentrum, das dezentral an verschiedenen Standorten in Freital wirkt, und der großen Vielfalt der Beteiligten entwickelte sich seit der Gründung im Sommer 2016 ein durch gemeinsamen Konsens und im Prozess des gemeinschaftlichen Handelns entstandenes, entsprechendes Leitbild des Soziokulturellen Zentrums, das in sich den Zweck, die Zielsetzung und die Art und Weise der Umsetzung in prägnanter Formulierung vereint. Unter dem am 16.08.2018 beschlossenen Slogan: „Gemeinsam über Kunst zur Kultur“ möchten die Mitglieder des Trägervereins gemeinsam mit allen Beteiligten das Soziokulturelle Zentrum Freital nun kontinuierlich weiterentwickeln.

 

Ein zentraler Aspekt der gesamten Arbeit des Soziokulturellen Zentrums Freital ist, dass die kulturelle Bildung nur auf der Basis fachlicher Qualität ihre größtmögliche Wirkung entfalten kann. In den Sphären zwischen künstlerischer und pädagogischer Arbeit gilt es, fachlich kompetent und professionell mit den Teilnehmern zu arbeiten. Kulturelle Bildung ist als ein Prozess zu verstehen, den ein Mensch durch seine Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Medium der Künste durchlebt. Insofern ist es eine zentrale Aufgabe für die eingesetzten Fachkräfte, entsprechend wirksame Anlässe, Rahmenbedingungen und Interaktionen für die und mit den sich kulturell Bildenden zu ermöglichen, zu fördern und anzuleiten. Zur Qualitätssicherung werden aktuell eigene Richtlinien erarbeitet, die bei der Organisation der Angebote, Projekte und Veranstaltungen beachtet werden sollen. Da die Arbeit des Soziokulturellen Zentrums Freital geprägt ist durch einen hohen Anteil von Kooperationen und dezentraler Verortung ist dies ein entscheidender Entwicklungsschritt und standardisiert die zu leistende Zentrumsarbeit auch auf der Basis des eigenen Leitbildes.

 

Evaluationen in der kulturellen Bildung beziehen sich explizit auf bestehende Bildungsmaßnahmen, deren konkreten Erfolg und deren Gelingensbedingungen. Bei den Erhebungstechniken in der empirischen kulturellen Bildungsforschung wird zwischen quantitativen Verfahren, die den wissenschaftlichen Anspruch der Repräsentativität aufweisen und mit standardisierten Daten arbeiten, und qualitativen Verfahren, die theoriebildend arbeiten, unterschieden. Ein geeignetes Instrument der Datenerhebung stellt der an die Teilnehmer von Angeboten und Projekten auszureichende Fragebogen dar. Die Ergebnisse der Befragung können dann in die Maßnahme-Dokumentation und in den Sachbericht einfließen.

 

Für eine nachhaltige Wirkung (insbesondere der Projekt-)Arbeit im Freitaler Soziokulturellen Zentrum ist es wichtig, das jeweilige theoretische Konzept hinsichtlich Anspruch, Intention, didaktische Prinzipien und Methoden, Lernziele und Kompetenzentwicklung konsequent zu durchdenken und bei der Umsetzung permanent zu reflektieren und gegebenenfalls anzupassen. Durch eine konkrete, dokumentierende und erklärende Wiedergabe des strukturellen Verlaufs und einer verständlichen Darstellung des Ergebnisses soll die Möglichkeit der Wiederholung bzw. der Übertragbarkeit der Ideen gesichert werden. Die langfristige Existenz des Zentrums steht in direkter Abhängigkeit mit dem Aufbau und nachhaltigen Absicherung von qualitativ und quantitativ erlebbarer Kulturarbeit. Hierfür werden geeignete Instrumentarien entwickelt, erprobt und angewandt. Im selben Sinnzusammenhang steht auch der Ausbau einer breiten Öffentlichkeitsarbeit, die in der Lage ist nicht nur nach Außen, sondern auch besonders nach innen, hinsichtlich der Mitglieder im Trägerverein eine gemeinsame Identität zu fördern. Hierfür wird konsequent Bezug hergestellt zum gemeinsam gewählten Leitbild und durch verschiedene Maßnahmen ein trotz der hohen Diversität einheitliches Auftreten als Soziokulturelles Zentrum Freital erzeugt.

 

MITTELFRISTIG ist für die Erlangung regionaler Bedeutsamkeit die Profilentwicklung der Einrichtung wesentlich. Das meint die Etablierung von Projekten regionaler und überregionaler Bedeutung und Strahlkraft sowie ggf. den Erwerb besonderer Expertise oder Alleinstellungsmerkmale. Die reflexive Weiterentwicklung des Konzepts sowie der eigenen Arbeit sichert die Qualitätsentwicklung als Voraussetzung für langfristigen Erfolg. Der Ausbau des Netzwerks, vor allem auch in Richtung der Wirtschaft sowie weiterer institutioneller Partner (national und international) bietet ebenfalls Gewähr für eine stabile Entwicklung. Im Bereich der Drittmittelakquise sollten mittelfristig mehrjährige Projekte und Kooperationen angebahnt und umgesetzt werden, nicht zuletzt auch, um die Personalentwicklung weiter voranzubringen. In diesem Kontext stehen sowohl die gemeinsame Bewerbung mit der Stadt Freital beim Städteförderungswettbewerb „Ab in die Mitte!“ als auch die Bewerbung als Modellvorhaben beim Bundesprogramm UTOPOLIS in 2019, die sich auf Folgejahre auswirken können.

 

LANGFRISTIG ist neben weiterer Personalentwicklung (bspw. durch die dauerhafte Einrichtung von AZUBI-Stellen sowie langfristige Kooperationen mit Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen) vor allem die Organisations- und Unternehmensentwicklung zentral. Für die Stärkung der Eigenwirtschaftskraft (sächsischer Durchschnitt der Soziokulturellen Zentren: 36%) und damit einer stärkeren Unabhängigkeit von Schwankungen im Bereich der öffentlichen Förderung, ist der Aufbau ergänzender Geschäftsfelder (Wirtschaftliche Geschäftsbetriebe) strategisch wichtig. Die Reinvestition von Gewinnen aus wirtschaftlicher Betätigung (Gastronomie, Dienstleistungen) ermöglicht neben der Kofinanzierung der gemeinnützigen Arbeitsfelder auch die Investition in neue Projektvorhaben, für die es mitunter (noch) keine Fördermöglichkeiten gibt.

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